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Empfehlung · 7. November 2026

SWR1 Leute: Hadnet Tesfai über Kino und den Blick auf Minderheiten

Seit dem 5. November läuft „Drei Kameradinnen“ im Kino. Hadnet Tesfai spricht bei Nicole Köster über den Film und ihr Engagement gegen Rassismus.

Mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben

Drei Freundinnen geraten nach einem Brandanschlag in ein Geflecht aus Verdächtigungen und medialen Erzählungen. „Drei Kameradinnen“, die Verfilmung des Romans von Shida Bazyar, ist seit dem 5. November im Kino. Hadnet Tesfai gehört zur Besetzung. Wenige Tage nach dem Start kommt die Moderatorin und Schauspielerin zu SWR1 Leute. Nicole Köster empfängt sie zu einem Gespräch, das ihre Filmarbeit mit ihrem öffentlichen Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung verbindet.

Regisseurin Milena Aboyan erzählt von Hani, Kasih und Saya, die seit ihrer Jugend befreundet sind. Als Saya nach einem tödlichen Feuer verdächtigt wird, soll Kasih in einer Fernsehreportage Auskunft geben. Der Film beschäftigt sich damit, wer die Geschichte eines Menschen erzählt und unter welchen Voraussetzungen ihm zugehört wird. Freundschaft und die öffentliche Darstellung von Minderheiten sind dadurch eng miteinander verbunden. Für das Gespräch mit Tesfai ist das ein gehaltvoller Ausgangspunkt: Ihre Arbeit vor der Kamera trifft auf Fragen, mit denen sie sich auch gesellschaftlich auseinandersetzt.

Vom Radiomikrofon zur Filmbesetzung

Tesfai kennt die Arbeit mit Fragen und öffentlichen Bildern aus unterschiedlichen Rollen. Sie studierte Politikwissenschaft und Arabistik in Berlin, wurde nach einer Ausbildung bei Kiss FM dort Moderatorin und wechselte 2008 zu MTV Germany. Später führte sie durch Fernsehformate und mehrfach durch die Berlinale. Hinzu kommen Podcasts und ihre Arbeit im Rateteam von „Sag die Wahrheit“. Das ist ein Berufsweg zwischen Radio, Musikfernsehen und Kino, nicht der geradlinige Wechsel von einem einzigen Medium ins nächste.

Bei einem Film über die Macht von Erzählungen ist diese Erfahrung besonders interessant. Als Moderatorin begleitet Tesfai die Aussagen anderer; als Schauspielerin ist sie Teil einer inszenierten Geschichte. In SWR1 Leute sitzt sie nun selbst als Gast am Mikrofon. Ihr langjähriges Engagement gegen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus bildet einen angekündigten Schwerpunkt. Damit führt das Gespräch vom aktuellen Kinofilm zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Es bietet Gelegenheit, Tesfais beruflichen Blick und die Anliegen hinter ihrem öffentlichen Engagement näher kennenzulernen.

Nicole Köster nimmt sich Zeit

SWR1 Leute widmet sich Menschen und ihren Arbeits- und Lebensgeschichten mit ausführlichen Gesprächen. Die Reihe bringt Gäste aus Politik, Sport, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur ans Mikrofon. Diese Breite eröffnet unterschiedliche Zugänge zur Gegenwart: Ein konkreter Beruf oder ein aktuelles Werk wird zum Ausgangspunkt, um Erfahrungen und Hintergründe verständlich zu machen. Für ein ernstes Thema wie Rassismus ist die Zeit zum Erklären und Differenzieren besonders wertvoll. Das Gesprächsformat schafft dafür einen passenden Rahmen, in dem persönliche Perspektiven und gesellschaftliche Zusammenhänge nebeneinander Platz haben.

Nicole Köster moderiert die Ausgabe mit Hadnet Tesfai. Der Kinostart und Tesfais vielseitige Medienarbeit versprechen reichlich Gesprächsstoff für einen Vormittag mit Substanz. SWR1 Leute läuft am Dienstag, 10. November 2026, von 10:00 bis 12:00 Uhr auf SWR1 Baden-Württemberg. Die vollständige Radioausgabe dauert 120 Minuten. Lassen Sie sich dieses Gespräch nicht entgehen – mit GrabRadio lässt es sich automatisch aufnehmen und später hören.

Quellen

  • Gespräch
  • Kino
  • Gesellschaft
  • Baden-Württemberg

Mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Bitte prüfe Sendezeiten im Programm des Senders.